
Raum für Entwicklung und Selbstbestimmung
Der Fonds Soziales Wien (FSW) unterstützt Menschen mit Behinderung dabei, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Seine Angebote entwickelt er – trotz der herausfordernden budgetären Situation – stetig weiter.
In Tagesstruktur-Einrichtungen unterstützt der FSW Menschen mit Behinderung dabei, ihre Fähigkeiten durch vielfältige Beschäftigungen zu bewahren und Neues zu lernen. Das Angebot wird laufend modernisiert und erweitert. So kann die Partnerorganisation BALANCE 2025 einen neuen Tagesstrukturstandort im 14. Wiener Gemeindebezirk beziehen. Das Angebot ist speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit einer Autismus-Spektrum-Störung (ASS) zugeschnitten, die intensive Unterstützung im Alltag benötigen. Auch Personen mit unterschiedlichen psychischen Behinderungen und hohem Betreuungsbedarf steht die neue Tagesstruktur offen.
Verbindend und unterstützend
Mit der Übersiedlung des alten Standorts von Wien-Mariahilf nach Auhof können die Betreuungskapazitäten für diese Zielgruppen erweitert werden. In einem engen Betreuungssetting erhalten bis zu 20 Nutzer:innen die notwendige Sicherheit und Struktur, um ihre individuellen Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Ziel ist es, dass sie sich in Gemeinschaften wohler fühlen und sich im öffentlichen Raum besser orientieren können. Durch Tätigkeiten in der Tagesstruktur sowie gezielte Gruppenangebote wird das soziale Miteinander geübt. Ergänzend stehen ihnen individuelle Unterstützungsangebote zur Verfügung. Das großzügige Raumangebot mit Freiflächen ermöglicht zugleich Rückzug und Regeneration.
Selbstbestimmt leben in den eigenen vier Wänden
Für ein möglichst selbstbestimmtes Leben in der eigenen Wohnung erweitert der FSW 2025 neuerlich das Angebot an Garçonnièrenverbünden. Die Partnerorganisationen KoMit und Assist eröffnen jeweils einen Garçonnièrenverbund mit 16 bzw. 14 barrierefreien Kleinwohnungen im 22. Bezirk. Der FSW fördert die Bewohner:innen im Rahmen des Teilbetreuten Wohnens. Sie bezahlen die Miete und andere Lebenshaltungskosten selbst und bestimmen, inwieweit sie am Geschehen in den Gemeinschaftsräumen teilnehmen. Die Betreuung richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen der Bewohner:innen. In der Nacht steht ein Bereitschaftsdienst zur Verfügung, sodass im Bedarfsfall immer eine Ansprechperson vor Ort ist.
Voneinander lernen
Die Angebote des FSW für Menschen mit Behinderung stoßen auf internationales Interesse. So ist Wien im Oktober 2025 Gastgeber des ersten „Mutual Learning Events“ des Städtenetzwerks EUROCITIES zum Thema Inklusion von Menschen mit Behinderung. Unter dem Motto „Living independently in cities – local approaches for persons with disabilities“ besuchen Teilnehmende aus 16 europäischen Metropolen unter anderem Wohnprojekte für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf und tauschen sich über Best Practices aus anderen Städten aus.

Interessant zu wissen ...
Der FSW fördert ein breites Spektrum an Organisationen, Projekten und Leistungen, die Menschen mit Behinderung ein möglichst selbstbestimmtes Leben ermöglichen – darunter die Frühförderung für Kinder, verschiedene Wohnformen, Berufsqualifizierung und tagesstrukturierende Angebote, Beratungs-, Mobilitäts- und Freizeitangebote oder Hilfsmittel im Alltag. 2025 nutzen 15.520 Kund:innen geförderte Angebote der Behindertenhilfe, die Aufwendungen dafür betragen 502 Mio. Euro.
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