
Wien gemeinsam altersfreundlich gestalten
Ein gutes Leben im Alter braucht mehr als Versorgung – es braucht Teilhabe, Orientierung und Begegnung. 2025 setzt die Senior:innenbeauftragte Sabine Hofer-Gruber gemeinsam mit ihrem Team „Wien für Senior:innen“ im Fonds Soziales Wien (FSW) mit neuen Formaten und starker Vernetzung wichtige Impulse für eine altersfreundliche Stadt.
Mehr als 3.000 Besucher:innen kommen am 23. April 2025 zum Senior:innentag ins Wiener Rathaus. 52 Aussteller informieren zu Pflege und Betreuung, Wohnen 60+, Mobilität, Sicherheit, Digitalisierung und Ehrenamt. Neben der Angebotsvielfalt prägt vor allem die Atmosphäre den Tag: persönliche Gespräche, konkrete Antworten, neue Kontakte sowie ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm. Zwischen Reparaturcafé, Impfaktion, Tanz und Musik entsteht ein Rahmen, in dem Information und Begegnung selbstverständlich zusammenfinden. Ziel ist es, Informationen niederschwellig bereitzustellen und Teilhabe zu fördern. Das ist mit diesem Tag eindeutig erfolgreich gelungen.
Auch der Monat der Senior:innen im Oktober macht 2025 die Vielfalt des aktiven Alterns sichtbar. Seit mittlerweile 15 Jahren bietet dieser besondere Monat jedes Jahr kostenlose und vielfältige Veranstaltungen in allen Bezirken – mit Begegnung, Bewegung, Kultur und Gesundheitsangeboten. 2025 sind es bereits mehr als 200 Veranstaltungen. Den feierlichen Auftakt bildet das „Fest der Senior:innen“ im Rathaus mit rund 650 Gästen.
Teilhabe als Grundlage für Veränderung
Über 900 Wiener:innen ab 60 Jahren beteiligen sich 2025 an der ersten Online-Umfrage zur Altersfreundlichkeit Wiens auf Basis eines WHO-Fragebogens. Wien wird insgesamt als sehr altersfreundlich wahrgenommen, insbesondere im Bereich Wohnen. Gleichzeitig zeigt sich Verbesserungsbedarf bei der Barrierefreiheit im öffentlichen Raum. Mehr als 300 Personen bringen konkrete Vorschläge ein, die geprüft und in die Stadtentwicklung einbezogen werden.
Internationale Perspektiven, lokale Wirkung
Beim 19. FSW-Expert:innen-Forum diskutieren Fachleute aus Stadtplanung, Gesundheit und Sozialbereich, wie räumliche Gestaltung, soziale Teilhabe und Information zusammenspielen. Wien ist seit 2023 Teil des WHO-Netzwerks „Age-friendly Cities and Communities“. Der Austausch mit Städten wie Greater Manchester oder Porto liefert wertvolle Impulse, etwa für quartiersbezogene Konzepte wie die „Wiener Viertelstunde“, die auf eine „Stadt der kurzen Wege“ abzielt, wo alle wichtigen Einrichtungen innerhalb von 15 Minuten zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar sind. Altersfreundlichkeit zeigt sich dabei als Querschnittsthema aller Lebensbereiche.
Fünf Jahre Demenzfreundliches Wien
Die Plattform „Demenzfreundliches Wien“ feiert 2025 ihr fünfjähriges Bestehen. Über 100 Organisationen arbeiten gemeinsam daran, Menschen mit Demenz und ihre An- und Zugehörigen zu unterstützen und Angebote sichtbar zu machen. Beim Jubiläumstreffen kommen mehr als 50 Vertreter:innen zusammen, um Maßnahmen weiterzuentwickeln. Parallel wird die Website ausgebaut und bietet gebündelte, niederschwellige Informationen zu Angeboten und Anlaufstellen.
„Gemeinsam im Netzwerk meistern wir das Thema Demenz besser.“

Ob Veranstaltungen, Beteiligung oder Vernetzung: Altersfreundlichkeit entsteht im Dialog, durch Zusammenarbeit und durch konkrete Verbesserungen im Alltag.
Mehr Informationen unter
seniorinnen.wien

