
Mitreden. Mitmachen. Mitbestimmen.
Mit zahlreichen Projekten fördert der Fonds Soziales Wien (FSW) die Teilhabe, direkte Mitsprache und Selbstvertretung der Kund:innen. Beispielsweise mit dem FSW-Kund:innen-Rat, der einen wichtigen Anteil an der Entwicklung treffsicherer und passender Leistungen hat.
2025 sind alle FSW-Kund:innen mit Behinderung ab 16 Jahren zum zweiten Mal aufgerufen, den FSW-Kund:innen-Rat zu wählen. In den fünf Jahren ihrer Funktionsperiode werden die vierzehn gewählten Mitglieder die Anliegen von rund 15.500 Wiener:innen mit Behinderung vertreten, die Unterstützungsangebote des FSW in Anspruch nehmen. Zu den Aufgaben des Gremiums gehören regelmäßige Austauschtreffen mit dem Bereich Behinderung und Inklusion im FSW und der Stadtpolitik, Rückmeldungen zu bestehenden Leistungen und Impulse für neue Angebote sowie Vernetzung.
Insgesamt 28
FSW-Kund:innen haben sich zur Wahl gestellt. Im September präsentieren sich die
Kandidat:innen beim Wahlkampf-Auftakt.
Mehr zur Auftakt-Veranstaltung im Video:
Sechs Wochen lang können die Wahlberechtigten ihre Stimme abgeben. 1.200 Personen nutzen die Möglichkeit. Die Auszählung der Stimmen wird von einer unabhängigen, externen Stelle durchgeführt. Mit der offiziellen Verkündung der Wahlergebnisse im Wiener Rathaus erfolgt im Dezember 2025 der erfolgreiche Abschluss der zweiten FSW-Kund:innen-Rats-Wahl. Erfahren Sie, wer die Mitglieder des FSW-Kund:innen-Rats sind.
Fit für Demokratie
Der FSW treibt auch 2025 das partizipativ erarbeitete Programm „Inklusives Wien 2030 – eine Stadt für alle“ weiter voran – für mehr gesellschaftliche Teilhabe und weniger Hürden für Menschen mit Behinderung in Wien. Um Menschen mit Behinderung für die aktive Beteiligung in politischen Entscheidungsprozessen zu stärken, finden verschiedene barrierefreie Workshops zum Thema Demokratie statt.
Auf dem Programm stehen u. a. grundlegende Inhalte zum Thema sowie ein Demokratie-Training. Im praktischen Teil können die Teilnehmer:innen gemeinsam wichtige Fähigkeiten üben, die für demokratische Gespräche und Entscheidungen notwendig sind: respektvolles Reden miteinander, aktives Zuhören sowie der Umgang mit unterschiedlichen Meinungen. Die Inhalte werden in leicht verständlicher Sprache und Österreichischer Gebärdensprache vermittelt.
„Mir ist politische Beteiligung von Menschen mit Behinderungen wichtig,
weil nur dann Demokratie funktioniert,
wenn alle Stimmen gehört und vertreten werden.“

Mit dem Ausbau der Barrierefreiheit in der Beratung setzt der FSW 2025 eine weitere wichtige Maßnahme von „Inklusives Wien 2030“ um. Mehr dazu im Beitrag „Echte Teilhabe durch Barrierefreiheit“.
Eigene Interessen vertreten
Ein Fixpunkt, wenn es darum geht, Menschen in ihrem Recht auf Mitbestimmung den Rücken zu stärken, ist der Selbstvertretungs-Tag des FSW. Selbstvertreter:innen setzen sich in Einrichtungen der Behinderten-Hilfe für Mitsprache und Mitbestimmung ein. Bei der 8. Auflage der Veranstaltung beschäftigen sich rund 200 Teilnehmende in Vorträgen, Workshops und Diskussionsrunden damit, wie die Mitsprache in Tagesstruktur-Einrichtungen verbessert werden kann. Mehr auf selbstvertretung.wien.
Vielfältige Talente auf der Inklusiven Bühne
Einem begeisterten Publikum zeigen Künstler:innen im Rahmen der 2. Inklusiven Bühne am 6. Mai 2025 ihr Können. Die Veranstaltungsreihe entstand auf Initiative von Hans Lobitzer, Direktor der Wiener Schule für Sozialberufe. Für die angehenden Fach-Sozialbetreuer:innen ist die Inklusive Bühne Teil ihrer zweijährigen Ausbildung im FSW Bildungszentrum. Durch die Veranstaltung mit insgesamt 19 Acts und über 40 Künstler:innen führen der ORF-Moderator und Paralympics-Bronzemedaillengewinner im Brustschwimmen Andreas Onea und Helena Steiner, eine Schülerin der Wiener Schule für Sozialberufe.
Mehr Informationen unter
kundinnenrat.fsw.at/



